WÄRMEPUMPE · KOSTEN & FÖRDERUNG

Wärmepumpe im Altbau: Welche Kosten wirklich zum Gesamtprojekt gehören

Der Gerätepreis ist nur ein Teil der Rechnung. Entscheidend ist, welche Arbeiten bis zur betriebsbereiten Heizung enthalten sind, welche Anpassungen das Gebäude braucht und auf welchen Betrag die Förderung tatsächlich angewendet wird.

Genrih Porchatschow, Autor der SüdEnergie-Ratgeber

Verfasst vonGenrih PorchatschowAutor

Fachlich geprüft vonIlir SelimiHeizungsmeister

Veröffentlicht: 2026-08-10 · Aktualisiert: 2026-08-10 · 16 Min. Lesezeit

Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?

Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?

SüdEnergie bietet schlüsselfertige Wärmepumpenprojekte derzeit ab 33.000 Euro an. Enthalten sind im vereinbarten Umfang unter anderem Warmwasser- und Pufferspeicher, der Ausbau und die Entsorgung der alten Heizung, Fundament, Kernbohrungen, Leitungswege, Elektroanschluss, Montage und Inbetriebnahme.

Der verbindliche Gesamtpreis entsteht nach der Besichtigung. Zusätzliche Heizkörper, eine neue oder eingefräste Fußbodenheizung und weitere gebäudeabhängige Arbeiten werden separat ausgewiesen. Förderung wird nicht automatisch auf den gesamten Angebotspreis gezahlt, sondern nur auf bestätigte förderfähige Kosten bis zum geltenden Höchstbetrag.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Nicht den Gerätepreis mit dem Gesamtprojekt verwechseln. Erst Einbau, Speicher, Altanlagen-Ausbau, Leitungswege, Elektroarbeiten und Inbetriebnahme ergeben eine betriebsbereite Heizung.
  2. Der veröffentlichte SüdEnergie-Einstiegspreis beschreibt ein schlüsselfertiges Projekt im vereinbarten Umfang. Der verbindliche Preis folgt nach der Aufnahme des Gebäudes.
  3. Heizflächen bleiben ein eigener Prüfpunkt. Neue Heizkörper, eine Fußbodenheizung oder Fräsarbeiten sind objektabhängig und werden gesondert ausgewiesen.
  4. Fördersatz und Angebotspreis sind zwei verschiedene Größen. Seit dem 21. Juli 2026 werden bei einem Einfamilienhaus höchstens 28.000 Euro als förderfähige Kosten berücksichtigt.
  5. Betriebskosten lassen sich nicht seriös aus der Wohnfläche allein ableiten. Benötigt werden Wärmebedarf, erwartete Jahresarbeitszahl, eigener Stromtarif und die geplanten Betriebsbedingungen.
In diesem Artikel

Was gehört zum Gesamtpreis einer Wärmepumpe im Altbau?

Zum Gesamtpreis gehören neben dem Wärmepumpensystem die erforderlichen Speicher-, Rückbau-, Aufstell-, Leitungs-, Hydraulik-, Elektro-, Montage- und Inbetriebnahmearbeiten. Vergleichbar wird der Preis erst, wenn alle bis zur betriebsbereiten Heizung nötigen Positionen klar zugeordnet sind.

Zum vollständigen Projekt können gehören:

  • Wärmepumpensystem, Warmwasser- und gegebenenfalls Pufferspeicher;
  • Demontage und Entsorgung der alten Heizung;
  • Aufstellfläche, Gebäudedurchführungen und Leitungswege;
  • hydraulische und elektrische Einbindung;
  • Montage, Prüfung, Inbetriebnahme und Einweisung;
  • objektabhängige Heizflächen- und Förderleistungen.

Welche Positionen tatsächlich nötig sind, hängt vom Gebäude ab. Eine lange Liste allein macht ein Angebot noch nicht gut. Entscheidend ist, dass die Positionen technisch zusammenpassen und erkennbare Arbeiten nicht in unbestimmte Nachtragsklauseln verschoben werden.

Gerätepreis, Installationspreis und schlüsselfertiger Preis

  • Gerätepreis: Wärmepumpe oder Paketkomponenten; Arbeiten am Gebäude können fehlen.
  • Installationspreis: enthält Montage, aber nicht automatisch alle Speicher-, Elektro-, Rückbau- und Inbetriebnahmearbeiten.
  • Schlüsselfertig im vereinbarten Umfang: Die beschriebenen Arbeiten werden als vollständiges Projekt kalkuliert; objektabhängige Zusatzpositionen sind klar getrennt.

Was ist im SüdEnergie-Einstiegspreis enthalten?

SüdEnergie nennt für Wärmepumpenprojekte derzeit einen Einstiegspreis ab 33.000 Euro. Dieser Wert beschreibt kein loses Gerät und keinen Onlinepreis ohne Gebäudeprüfung. Er steht für ein schlüsselfertiges Projekt im vereinbarten Umfang.

Bestätigt enthalten sind:

← Tabelle seitlich wischen →

PositionIm bestätigten Einstiegspreis berücksichtigt
WärmepumpensystemLieferung und Einbau im vereinbarten Projektumfang
Warmwasserspeicherenthalten
Pufferspeicherenthalten
AltanlageDemontage und Entsorgung enthalten
AußeneinheitFundament beziehungsweise notwendige Aufstellbasis enthalten
Gebäudeöffnungenerforderliche Kernbohrungen enthalten
Verbindungnotwendige Leitungswege enthalten
ElektrikElektroanschluss der Wärmepumpe enthalten
AbschlussMontage, Inbetriebnahme und Übergabe enthalten

Welches Gerät, welche Leistung und welche Speichergrößen das Gebäude benötigt, wird nicht aus einer Standardpaketliste abgelesen. Für die erste Einordnung betrachtet SüdEnergie bisherigen Verbrauch, beheizte Fläche und erkennbaren Gebäudezustand. Eine bekannte Vorlauftemperatur kann als zusätzlicher Hinweis einfließen.

Wenn Angebot und Zusammenarbeit grundsätzlich passen, prüft der Heizungsmeister die Ausführungsdetails vor der Beauftragung. Erst danach werden Material, Arbeitsfolge und objektabhängige Zusatzpositionen final festgelegt.

PROJEKTUMFANG RICHTIG LESEN

Was ist enthalten – was wird objektabhängig geprüft?

Der bestätigte Einstiegspreis beschreibt ein schlüsselfertiges Projekt im vereinbarten Umfang. Gebäudespezifische Heizflächen- und Beratungsleistungen werden davon getrennt.

Bestätigter Umfang

Im vereinbarten Projekt berücksichtigt

  • Wärmepumpensystem: Lieferung und Einbau
  • Warmwasserspeicher und Pufferspeicher
  • Demontage und Entsorgung der Altanlage
  • Fundament beziehungsweise notwendige Aufstellbasis
  • erforderliche Kernbohrungen
  • notwendige Leitungswege
  • Elektroanschluss der Wärmepumpe
  • Montage, Inbetriebnahme und Übergabe

Objektabhängig

Separat prüfen und klar ausweisen

  • einzelne neue oder größere Heizkörper
  • neu verlegte Fußbodenheizung
  • Fräsarbeiten im geeigneten Estrich
  • weitere Anpassungen am Heizsystem
  • hydraulischer Abgleich
  • Förderbegleitung

Keine Kostenanteile oder Größenverhältnisse: Entscheidend ist der schriftlich vereinbarte Umfang des konkreten Gebäudes.

Welche Zusatzarbeiten können im Altbau hinzukommen?

Zusätzlich hinzukommen können einzelne Heizkörper, neue oder eingefräste Fußbodenheizung sowie objektabhängige Arbeiten an Verteilung, Ventilen, Pumpen, Rohrleitungen oder Heizkreisen. Sie werden vom schlüsselfertigen vereinbarten Umfang getrennt ausgewiesen.

Heizkörpertausch

Eine Wärmepumpe verlangt nicht automatisch neue Heizkörper im ganzen Haus. SüdEnergie prüft, welche vorhandenen Heizflächen für die einzelnen Räume ausreichen. Nach der bisherigen Praxis kann die bestehende Heizflächenkonstellation in vielen geprüften Gebäuden ganz oder weitgehend bleiben.

Reichen einzelne Heizkörper bei der geplanten Systemtemperatur nicht aus, werden diese gezielt als Zusatzumfang angeboten. Die Kosten hängen von Anzahl, Größe, Anschlusssituation und notwendigen Leitungsarbeiten ab.

Fußbodenheizung neu verlegen oder einfräsen

Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung für die Wärmepumpe. Wenn sie im Rahmen einer Sanierung gewünscht oder für einzelne Bereiche fachlich angezeigt ist, kann SüdEnergie:

  • eine Fußbodenheizung neu verlegen;
  • geeignete Systeme in bestehenden Estrich fräsen;
  • gemischte Systeme aus Heizkörpern und Fußbodenheizung planen.

Diese Arbeiten werden nach Fläche, Aufbau und Ausführung gesondert kalkuliert.

Weitere Arbeiten am Heizsystem

Je nach Bestand können außerdem Arbeiten an Verteilung, Ventilen, Pumpen, Rohrleitungen oder einzelnen Heizkreisen nötig sein. Welche Anpassungen erforderlich sind, ergibt sich aus der technischen Aufnahme und der späteren Detailplanung.

Hydraulischer Abgleich und Förderbegleitung

Für den hydraulischen Abgleich und die Förderbegleitung arbeitet SüdEnergie mit Energieberatern zusammen, denen der Betrieb fachlich vertraut. Diese Leistungen werden als gesonderte Alternativposition ausgewiesen.

Die Trennung im Angebot bedeutet nicht, dass der hydraulische Abgleich fachlich beliebig ist. Die aktuelle KfW-Förderung setzt beim Einbau einer geförderten Heizung eine Optimierung des Heizungsverteilungssystems einschließlich hydraulischem Abgleich voraus.

Warum unterscheiden sich Wärmepumpenangebote so stark?

Zwei Angebote für dasselbe Haus können unterschiedlich aussehen, weil nicht dieselbe Technik, nicht dieselben Nebenarbeiten oder nicht derselbe Ausführungsumfang kalkuliert wurden.

Heizleistung und Systemgröße

Eine größere Wärmepumpe kostet nicht nur wegen des Geräts mehr. Auch elektrische Leistung, Speicher, Hydraulik und Leitungsdimensionen können sich ändern. Eine unnötig große Anlage erhöht Anschaffungskosten und kann den Betrieb verschlechtern. Eine zu kleine Anlage kann an kalten Tagen häufiger Zusatzwärme benötigen.

SüdEnergie verwendet Verbrauch, Fläche und Gebäudezustand für eine erste Vorbemessung. Die belastbare Auslegung wird für das neue System erstellt; die Heizkurve der Altanlage wird nicht einfach übernommen.

Wärmequelle

Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen benötigen unterschiedliche Erschließungsarbeiten. Erdsonden, Kollektoren oder Brunnen lassen sich daher nicht mit dem Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gleichsetzen. Dieser Artikel veröffentlicht bewusst keine gemeinsame Marktspanne über alle Bauarten.

Aufstellort und Leitungswege

Entfernung zwischen Außen- und Inneneinheit, Gebäudedurchführungen, Schallschutz, Höhenunterschiede und Zugänglichkeit beeinflussen Material und Montage. Ein Produktfoto zeigt diese Arbeiten nicht.

Zustand von Elektrik und Zählerschrank

Der Elektroanschluss gehört bei SüdEnergie zum bestätigten Umfang. Welche Anpassungen am Gebäude dafür notwendig sind, wird bei der Aufnahme geprüft. Angebote ohne klare Elektroposition sind nicht mit einem vollständig kalkulierten Projekt vergleichbar.

Wärmeverteilung im Haus

Vorhandene Heizkörper, Fußbodenheizung, Einrohrsysteme und mehrere Heizkreise können unterschiedlichen Planungsaufwand verursachen. Entscheidend ist nicht das Etikett „Altbau“, sondern wie das konkrete System aufgebaut ist.

Umfang der Altanlagen-Demontage

Ausbau und Entsorgung der alten Heizung sind bei SüdEnergie enthalten. Zusätzliche Tanks, schwer zugängliche Bauteile oder weitere Anlagenbestandteile müssen am Gebäude eindeutig aufgenommen werden. Der genaue Umfang gehört ins Angebot.

Wie prüft man ein Wärmepumpenangebot?

Ein Angebot lässt sich nicht nur über die Endsumme vergleichen. Markieren Sie jede Position als enthalten, separat bepreist oder noch ungeklärt.

← Tabelle seitlich wischen →

PrüfpunktWas im Angebot erkennbar sein sollte
Auslegunggeplante Leistung und Grundlage der Dimensionierung
WärmequelleArt des Systems und notwendige Erschließung
SpeicherWarmwasser- und Pufferspeicher mit klarer Zuordnung
AltanlageDemontage, Abtransport und Entsorgung
AußeneinheitAufstellort, Fundament und gegebenenfalls Schallschutz
LeitungswegeLänge, Durchführungen, Kernbohrungen und Wiederherstellung
HydraulikEinbindung, notwendige Komponenten und Abgleich
Heizflächenwelche bleiben, welche getauscht oder ergänzt werden
ElektroAnschluss, Schutztechnik und notwendige Arbeiten am Zählerschrank
MontageArbeitsumfang, Inbetriebnahme und Einweisung
FörderungZuständigkeit für BzA, Nachweise und Antragsschritte
Preisbindungwelche Positionen pauschal vereinbart und welche optional sind
Terminegeplanter Ablauf und erkennbare Abhängigkeiten
ServiceAnsprechpartner nach Inbetriebnahme und vereinbarter Leistungsumfang

Drei Fragen für den direkten Angebotsvergleich

  1. Was fehlt noch, bis die Heizung betriebsbereit ist?
  2. Welche Position kann nach der Besichtigung noch als Nachtrag hinzukommen?
  3. Welche Leistungen sind nur optional, obwohl sie für Förderung oder Betrieb notwendig sein können?

Ein günstigeres Angebot kann trotzdem das teurere Projekt ergeben, wenn wesentliche Arbeiten fehlen. Umgekehrt ist eine hohe Endsumme nicht automatisch gerechtfertigt. Verglichen werden müssen Umfang, Auslegung und Verantwortlichkeiten.

Welche Wärmepumpenförderung gilt seit dem 21. Juli 2026?

Förderstand: 10. August 2026. Die KfW nennt für Wärmepumpen 30 Prozent Grundförderung, unter Voraussetzungen 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und 10 bis 40 Prozent Einkommensbonus; insgesamt sind je nach Antragsteller höchstens 80 Prozent möglich. Die Angaben beziehen sich auf Produkt 458 für Anträge nach den seit 21. Juli 2026 geltenden Bedingungen.

Die KfW nennt:

  • 30 Prozent Grundförderung;
  • 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus bis 31. Januar 2027, wenn die persönlichen und technischen Voraussetzungen erfüllt sind;
  • 10 bis 40 Prozent Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer, abhängig vom zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen und der familiären Situation;
  • höchstens 80 Prozent Zuschuss auf die berücksichtigten förderfähigen Kosten.

Bei einem Einfamilienhaus berücksichtigt die KfW derzeit förderfähige Kosten bis 28.000 Euro. Für Mehrfamilienhäuser gelten gestaffelte Beträge:

  • 28.000 Euro für die erste Wohneinheit;
  • jeweils 15.000 Euro für die zweite bis sechste Wohneinheit;
  • jeweils 8.000 Euro ab der siebten Wohneinheit.

Der Höchstbetrag ist nicht dasselbe wie der Angebotspreis. Kostet ein Projekt 33.000 Euro oder mehr, werden bei einem Einfamilienhaus nach aktuellem Stand trotzdem höchstens 28.000 Euro als Bemessungsgrundlage berücksichtigt. Außerdem müssen die einzelnen Kosten förderfähig und nachgewiesen sein.

Wann gibt es den Klimageschwindigkeitsbonus?

Der Bonus ist an eine selbstgenutzte Haupt- oder alleinige Wohnung und an den Austausch bestimmter funktionsfähiger Altanlagen gebunden. Dazu zählen nach aktuellem KfW-Stand unter anderem Öl-, Kohle-, Gasetagen- und Nachtspeicherheizungen sowie mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizungen. Die alte Heizung muss fachgerecht demontiert und entsorgt werden.

Ob die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind, wird im Förderprozess geprüft. Der Bonus darf nicht allein aus Heizungsart oder Baujahr des Hauses abgeleitet werden.

Wie hoch ist der Einkommensbonus?

Für selbstnutzende Eigentümer ohne berücksichtigtes Kind unter 18 Jahren nennt die KfW derzeit:

  • 40 Prozent bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 Euro;
  • 30 Prozent bis 40.000 Euro;
  • 10 Prozent bis 50.000 Euro.

Bei mindestens einem berücksichtigten Kind unter 18 Jahren verschieben sich die Einkommensgrenzen nach aktueller KfW-Tabelle einmalig um 10.000 Euro. Maßgeblich sind die Definitionen und Nachweise der KfW, nicht das monatliche Nettoeinkommen.

Was ändert sich voraussichtlich 2027?

Der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit sinkt nach aktuellem KfW-Stand erstmals am 1. Februar 2027 und danach halbjährlich um 750 Euro. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt zu denselben Terminen um jeweils vier Prozentpunkte.

Nach aktueller Ankündigung soll im ersten Quartal 2027 ein Wertschöpfungsbonus eingeführt werden. Dann soll die Grundförderung für Wärmepumpen allgemein auf 15 Prozent sinken; für innerhalb der EU gefertigte Wärmepumpen sind weitere 15 Prozentpunkte vorgesehen.

Diese Regel ist angekündigt, aber für einen Antrag im Juli 2026 noch nicht aktiv. Eine Marke allein erlaubt keine Aussage über die spätere Förderhöhe. Entscheidend werden das konkrete Modell, der geforderte Herkunftsnachweis und die dann veröffentlichten Bedingungen sein.

In welcher Reihenfolge wird die Förderung beantragt?

  1. Energieeffizienz-Experte oder Fachunternehmen erstellt die Bestätigung zum Antrag, kurz BzA.
  2. Es wird ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung zur KfW-Zusage abgeschlossen.
  3. Der Antrag wird vor Beginn der Arbeiten im Kundenportal „Meine KfW“ gestellt.
  4. Nach Zusage und Umsetzung wird die Maßnahme nachgewiesen und der Zuschuss abgerufen.

Ein Vertrag ohne die erforderliche Förderbedingung kann als schädlicher Vorhabenbeginn gelten. Die Bedingung darf laut KfW nicht erst nachträglich in einen bereits geschlossenen Vertrag eingefügt werden.

FÖRDERRECHNUNG · STAND 10. AUGUST 2026

Warum der Fördersatz nicht auf den ganzen Angebotspreis gilt

Die Förderrechnung besitzt mehrere Begrenzungen. Erst aus anerkannten Einzelkosten, Höchstbetrag und persönlichem Fördersatz ergibt sich ein voraussichtlicher Zuschuss.

  1. Vollständiger AngebotspreisAusgangspunkt ist der Preis des vereinbarten Gesamtprojekts.
  2. Förderfähige Kosten begrenzenEs zählen anerkannte Einzelkosten – beim Einfamilienhaus derzeit höchstens 28.000 Euro.
  3. Persönlichen Fördersatz prüfen30 Prozent Grundförderung plus zutreffende Boni, insgesamt höchstens 80 Prozent.
  4. Eigenanteil ableitenAngebotspreis minus voraussichtlicher Zuschuss; nicht förderfähige und separate Kosten bleiben enthalten.

Rechenhilfe, keine Förderzusage. KfW-Produkt 458, Förderstand 10. August 2026; vor Veröffentlichung erneut prüfen.

Wie hoch ist der Eigenanteil nach Förderung?

Für ein Einfamilienhaus beträgt der derzeitige Förderhöchstbetrag 28.000 Euro. Die folgende Tabelle zeigt nur die mathematische Wirkung verschiedener Fördersätze, wenn die vollen 28.000 Euro als förderfähig anerkannt werden.

← Tabelle seitlich wischen →

FörderkonstellationRechenwertRechnerischer Zuschuss
nur 30 Prozent Grundförderung28.000 € × 30 %8.400 €
30 Prozent Grundförderung plus 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus28.000 € × 46 %12.880 €
maximaler Fördersatz28.000 € × 80 %22.400 €

Diese Werte sind keine Förderzusage. Persönliche Voraussetzungen, förderfähige Einzelkosten, Zeitpunkt, Antrag, Nachweise und verfügbare Haushaltsmittel entscheiden über den tatsächlichen Zuschuss. Ein Rechtsanspruch besteht laut KfW grundsätzlich nicht.

So wird der vorläufige Eigenanteil gerechnet

Angebotspreis
– voraussichtlicher Zuschuss auf anerkannte förderfähige Kosten
= vorläufiger Investitions-Eigenanteil

Zum Eigenanteil können außerdem nicht förderfähige oder separat beauftragte Maßnahmen gehören. Betrieb, Wartung, Finanzierung und Energiebezug sind keine Investitionsförderung und müssen getrennt betrachtet werden.

Wie lassen sich die Betriebskosten einer Wärmepumpe berechnen?

Der voraussichtliche Strombedarf ergibt sich aus jährlichem Wärmebedarf geteilt durch die erwartete Jahresarbeitszahl; daraus folgen mit Arbeitspreis und festen Tarifkosten die jährlichen Energiekosten. Die Wohnfläche allein genügt dafür nicht.

  • erwarteter jährlicher Wärmebedarf für Heizung und gegebenenfalls Warmwasser;
  • erwartete Jahresarbeitszahl des geplanten Systems;
  • tatsächlicher Strompreis des gewählten Tarifs;
  • mögliche feste Mess- oder Tarifkosten;
  • vereinbarte Wartungs- und Servicekosten;
  • Anteil von eigenem PV-Strom, der zeitgleich genutzt werden kann.

Die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, beschreibt das Verhältnis der im Jahr abgegebenen Wärmemenge zur eingesetzten elektrischen Energie einschließlich der relevanten Antriebe.

Rechenweg für den Strombedarf

jährlich benötigte Wärmemenge ÷ erwartete Jahresarbeitszahl
= voraussichtlicher Strombedarf der Wärmepumpe

Beispiel ohne Preisannahme:

20.000 kWh Wärmebedarf ÷ JAZ 4,0
= rund 5.000 kWh Strombedarf

Das Beispiel erklärt nur den Rechenweg. Es ist keine Prognose für ein bestimmtes Haus. Warmwasser, Abtauvorgänge, Hilfsantriebe, Nutzerverhalten und die gewählte Systemgrenze müssen in Planung und späterer Messung konsistent berücksichtigt werden.

Rechenweg für die jährlichen Energiekosten

voraussichtlicher Strombedarf × eigener Arbeitspreis
+ feste Tarif- oder Messkosten
= voraussichtliche jährliche Energiekosten

Strompreise ändern sich. Deshalb verwendet dieser Artikel keinen pauschalen Cent-Betrag. Für einen Vergleich werden der aktuelle eigene Tarif und ein realistisches Szenario für die Preisentwicklung eingesetzt.

Warum die Jahresarbeitszahl nicht frei gewählt werden darf

Die JAZ hängt unter anderem von Wärmequelle, Vorlauftemperatur, Auslegung, Warmwasserbedarf, Aufstellbedingungen und Regelung ab. Eine hohe Prospektzahl unter Normbedingungen ist keine Garantie für den Jahresbetrieb im konkreten Haus.

Nach der Inbetriebnahme kann die tatsächliche JAZ aus Wärmemenge und Stromverbrauch desselben Zeitraums ermittelt werden. So lässt sich prüfen, ob die Anlage in der Praxis ungefähr so arbeitet wie geplant.

BETRIEBSKOSTEN NACHVOLLZIEHEN

Vom Wärmebedarf zu den jährlichen Energiekosten

Die Formelkette verwendet eigene beziehungsweise fachlich geplante Eingaben. Sie setzt weder einen pauschalen Strompreis noch eine frei gewählte Jahresarbeitszahl voraus.

WÄRME

Wärmebedarf

jährlich benötigte Wärmemenge

EFFIZIENZ

Jahresarbeitszahl

realistisch geplante Jahresarbeitszahl

PREIS

Arbeitspreis

eigener Arbeitspreis

FIXKOSTEN

Tarif & Messung

feste Tarif- oder Messkosten

ERGEBNIS

Jährliche Energiekosten

voraussichtliche jährliche Energiekosten

Die Rechnung bleibt eine Prognose. Warmwasser, Hilfsantriebe, Betriebsbedingungen und die gewählte Systemgrenze müssen konsistent berücksichtigt werden.

Wann rechnet sich eine Wärmepumpe im Altbau?

Eine Wärmepumpe rechnet sich im Vergleichsszenario, wenn Investitions-Eigenanteil, Energie-, Wartungs- und gegebenenfalls Finanzierungskosten über denselben Zeitraum günstiger ausfallen als Weiterbetrieb oder Ersatz der Altanlage. Dafür werden betrachtet:

  • Investitions-Eigenanteil nach bestätigter Förderung;
  • tatsächlicher Umfang notwendiger Heizflächen- und Gebäudearbeiten;
  • erwarteter Stromverbrauch der Wärmepumpe;
  • Wartung und feste Tarif- oder Messkosten;
  • verbleibende Lebensdauer und absehbare Reparaturen der Altanlage;
  • künftige Energie- und CO₂-Kosten in mehreren Szenarien;
  • gegebenenfalls zeitgleich nutzbarer PV-Strom;
  • Finanzierungskosten, falls das Projekt finanziert wird.

Vergleich statt Amortisationsversprechen

Investitions-Eigenanteil
+ Energie-, Wartungs- und Finanzierungskosten im Betrachtungszeitraum
= Gesamtkosten des Wärmepumpenszenarios

Dieser Wert wird mit einem realistischen Szenario für Weiterbetrieb oder Ersatz der Altanlage verglichen. Eine einzelne Amortisationszahl ohne Annahmen ist nicht belastbar. Ändern sich Energiepreis, JAZ, Förderung oder notwendige Zusatzarbeiten, ändert sich auch das Ergebnis.

Welche Zahl brauchen Sie als Nächstes?

  1. Aktueller Stand
    Es gibt nur einen Online- oder Gerätepreis.
    Was noch fehlt
    Gebäudearbeiten und vollständiger Einbauumfang.
    Sinnvoller nächster Schritt
    Vor-Ort-Aufnahme und vollständiges Angebot anfordern.
  2. Aktueller Stand
    Es liegt ein Angebot ohne klare Elektro- oder Fundamentposition vor.
    Was noch fehlt
    Zuständigkeit und möglicher Nachtrag.
    Sinnvoller nächster Schritt
    Schriftlich klären, ob die Arbeiten enthalten sind.
  3. Aktueller Stand
    Der Gesamtpreis steht, aber die Förderung ist nur als Prozent genannt.
    Was noch fehlt
    Förderfähige Kosten, Höchstbetrag und persönliche Boni.
    Sinnvoller nächster Schritt
    BzA und aktuelle KfW-Bedingungen prüfen lassen.
  4. Aktueller Stand
    Die Förderung ist bekannt, aber die laufenden Kosten fehlen.
    Was noch fehlt
    Wärmebedarf, erwartete JAZ und eigener Stromtarif.
    Sinnvoller nächster Schritt
    Betriebskosten mit dokumentierten Annahmen berechnen.
  5. Aktueller Stand
    Einzelne Heizkörper könnten zu klein sein.
    Was noch fehlt
    Raumweise Heizlast und Heizkörperleistung.
    Sinnvoller nächster Schritt
    Betroffene Räume technisch prüfen lassen.
  6. Aktueller Stand
    Zwei Angebote haben unterschiedliche Endpreise.
    Was noch fehlt
    Gleicher Leistungsumfang und gleiche Verantwortlichkeiten.
    Sinnvoller nächster Schritt
    Position für Position statt nur Summen vergleichen.

Wenn Sie den vollständigen Projektumfang klären möchten

Lassen Sie uns klären, was Ihr Projekt vollständig kostet.

Bei der kostenlosen Besichtigung betrachten wir Gebäudezustand, bisherigen Wärmeverbrauch und beheizte Wohnfläche. In der anschließenden Detailprüfung klären wir Heizflächen, Aufstellort, Leitungswege und Elektroanschluss. Danach erhalten Sie ein Pauschalangebot für den vereinbarten Umfang; gebäudeabhängige Zusatzarbeiten werden klar ausgewiesen.

Unverbindliche Ersteinschätzung · Persönlicher Rückruf · Keine Weitergabe an andere Anbieter

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