Ratgeber · Photovoltaik & Amortisation

Photovoltaik-Amortisation berechnen: Cashflow und Annahmen realistisch prüfen

Die Amortisation einer Photovoltaikanlage ergibt sich aus vollständiger Investition und den jährlichen Netto-Zahlungsüberschüssen. Eine belastbare Rechnung trennt Eigenverbrauch, Einspeisung, Betrieb, Ersatz und Finanzierung und zeigt mehrere Szenarien.

Genrih Porchatschow, Autor der SüdEnergie-Ratgeber

Verfasst vonGenrih PorchatschowAutor

Veröffentlicht: 2026-08-06 · Aktualisiert: 2026-08-06 · 11 Min. Lesezeit

Wie berechnet man die Amortisation einer Photovoltaikanlage?

Wie berechnet man die Amortisation einer Photovoltaikanlage?

Die Amortisation ist erreicht, wenn die kumulierten Netto-Zahlungsüberschüsse die anfängliche Investition ausgeglichen haben. Dafür werden vermiedene variable Stromkosten und Einspeiseerlöse je Jahr addiert und laufende Kosten, Reparaturen, Ersatz sowie Finanzierung abgezogen. Eine einfache Division liefert nur eine Näherung; belastbarer ist eine jährliche Cashflowrechnung mit mehreren transparenten Szenarien.

Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Die Rechnung beginnt mit vollständigen Projektkosten und einem standortbezogenen Ertrag, nicht mit einem pauschalen Musterhaus.
  2. Direkt genutzter und eingespeister Solarstrom werden in kWh getrennt und mit unterschiedlichen Werten bewertet.
  3. Beim Eigenverbrauch zählt grundsätzlich der vermiedene variable Netzstrompreis; ein unveränderter Grundpreis wird nicht pro PV-kWh eingespart.
  4. Spätere Ausgaben und veränderliche Annahmen benötigen eine jährliche Cashflowreihe statt eines konstanten Durchschnittsjahres.
  5. PV-Anlage und Speicher werden getrennt gerechnet, damit Mehrinvestition und zusätzlicher Nutzen der Batterie sichtbar bleiben.
In diesem Artikel

Was bedeutet Amortisation bei Photovoltaik?

Die Amortisationszeit beschreibt, wann die anfängliche Investition durch die bis dahin entstandenen Netto-Zahlungsüberschüsse zurückgeflossen ist.

Im Startjahr steht zunächst die Investitionsauszahlung. In den Folgejahren entstehen vermiedene Strombezugskosten und Erlöse aus der Einspeisung. Davon werden Betrieb, Messung, Versicherung, Reparaturen, Ersatz und gegebenenfalls Finanzierung abgezogen. Der Zeitpunkt, an dem die aufsummierte Zahlungsreihe erstmals nicht mehr negativ ist, wird als Break-even oder Amortisationszeit bezeichnet.

Kumulierter Cashflow bis Jahr n = − Anfangsinvestition + Summe aller Netto-Cashflows der Jahre 1 bis n
Amortisation erreicht, wenn der kumulierte Cashflow erstmals mindestens 0 Euro beträgt

Amortisation und Wirtschaftlichkeit sind nicht identisch. Die Kennzahl sagt, wie lange das eingesetzte Kapital gebunden ist. Sie zeigt allein weder den gesamten Überschuss nach dem Break-even noch den Zeitwert späterer Zahlungen oder die Rendite im Vergleich zu einer anderen Verwendung des Kapitals.

Welche Eingaben braucht die Amortisationsrechnung?

Bevor gerechnet wird, müssen Projektkosten, Energieflüsse, Preise und Zeitannahmen in derselben Bezugslogik vorliegen.

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EingabegruppeBenötigte WerteQuelle
InvestitionPV-Basis, Dach und Elektrik, Optionen, bestätigte Zuschüssevollständiges und normalisiertes Angebot
ErzeugungJahresertrag, Monatsprofil, Degradation und Unsicherheitstandortbezogene Ertragsprognose
NutzungDirektverbrauch, Speicherpfad und Einspeisung in kWhLastprofil oder dokumentierte Verbrauchsannahme
Preisevariabler Netzstrom-Arbeitspreis und gültige EinspeisevergütungStromvertrag und Bundesnetzagentur
FolgekostenBetrieb, Messung, Versicherung, Reparatur und ErsatzVerträge und begründete Szenarien
KapitalKredit, Zins, Laufzeit und optionaler DiskontsatzFinanzierungsangebot und eigene Vergleichsannahme

Jeder Wert benötigt Einheit, Stand und Quelle. Fehlende Eingaben bleiben als Annahme sichtbar.

Der Kosten-Unterartikel beschreibt, wie die vollständige Investition gebildet wird. Der Ertrags-Unterartikel liefert Jahresenergie, Monatsprofil und Schwankungsbereich. In der Amortisationsrechnung werden diese Ergebnisse übernommen, nicht durch neue Pauschalwerte ersetzt.

AMORTISATIONSWEG

Von der Investition zum belastbaren Break-even

Sechs Schritte verbinden vollständige Projektdaten mit einer nachvollziehbaren Zahlungsreihe.

  1. InvestitionPV-Basis, Objektarbeiten, Optionen und bestätigte Zuschüsse
  2. EnergieflüsseDirektverbrauch und Einspeisung in kWh ohne Doppelzählung
  3. JahreswertVermiedener Arbeitspreis plus gültige Einspeisevergütung
  4. FolgekostenBetrieb, Messung, Reparatur, Ersatz und Finanzierung
  5. CashflowZahlungen je Jahr fortschreiben und bei Bedarf abzinsen
  6. SzenarienKonservative, mittlere und günstige Annahmen vergleichen

Der Break-even ist der Nulldurchgang einer Zahlungsreihe, kein garantierter Termin.

Wie werden Eigenverbrauch und Einspeisung ohne Doppelzählung bewertet?

Jede erzeugte Kilowattstunde wird genau einem Nutzungspfad zugeordnet. Direktverbrauch und Netzeinspeisung besitzen anschließend unterschiedliche finanzielle Werte.

AC-Jahresertrag = direkt genutzter Solarstrom + eingespeister Solarstrom + nachgelagerte Speicher- und Abregelverluste
Wert des Direktverbrauchs = direkt genutzte kWh × vermiedener variabler Netzstrompreis
Einspeiseerlös = eingespeiste kWh × anwendbarer Vergütungssatz

Für den Direktverbrauch ist normalerweise der vermiedene Arbeitspreis des Stromtarifs relevant. Ein Grundpreis, der trotz PV-Anlage unverändert weiterläuft, wird nicht mit jeder selbst genutzten Kilowattstunde eingespart. Auch Stromsteuer, Netzentgelte und weitere Bestandteile werden nur insoweit vermieden, wie sie im tatsächlich eingesparten variablen Bezugspreis enthalten sind.

Die Einspeisevergütung richtet sich laut Bundesnetzagentur unter anderem nach Inbetriebnahmezeitpunkt, installierter Leistung und Einspeiseart. Deshalb wird kein dauerhaft gültiger Satz in die Formel eingebaut. Der am geplanten Inbetriebnahmezeitpunkt anwendbare Wert wird mit Quelle und Stand übernommen.

Eigenverbrauchsanteil und Autarkiegrad dürfen nicht als Geldwert eingesetzt werden. Benötigt wird die jeweilige Energiemenge in kWh. Bei einem Speicher zählen weder die eingeladene noch die später entladene Energiemenge zusätzlich zur ursprünglichen PV-Erzeugung; Speicherverluste bleiben ein eigener Abzug.

Wie entsteht der jährliche Netto-Cashflow?

Der Netto-Cashflow eines Jahres ist die Summe aller projektbezogenen Einzahlungen und vermiedenen Auszahlungen abzüglich der im selben Jahr anfallenden Auszahlungen.

Projekt-Cashflow Jahr t = vermiedener Netzbezug + Einspeiseerlös − Betriebskosten − Reparatur und Ersatz
Liquiditäts-Cashflow Jahr t = Projekt-Cashflow − Zins und Tilgung; im Startjahr zuzüglich Kreditauszahlung
Kumulierter Cashflow Jahr t = kumulierter Cashflow Vorjahr + gewählter Jahrescashflow
  • Ertrag und Direktverbrauch können sich über die Jahre verändern.
  • Netzstrom-Arbeitspreis und Vergütung folgen unterschiedlichen Regeln.
  • Mess-, Versicherungs- und Servicekosten können steigen.
  • Reparaturen und Ersatz treten nicht gleichmäßig in jedem Jahr auf.
  • Kreditrate besteht aus Tilgung und Zins und beeinflusst die Liquidität.

Projekt- und Liquiditätssicht dürfen nicht vermischt werden: Wer mit der vollständigen Investition im Startjahr beginnt und später sämtliche Kreditraten abzieht, muss die Kreditauszahlung ebenfalls im Startjahr erfassen. Andernfalls wird die Finanzierung doppelt belastet. Eine gleichbleibende jährliche Überschusszahl kann nur als schnelle Näherung dienen; Ersatz, Kredit und veränderliche Preise werden jahresweise gerechnet.

Wie funktioniert die einfache Amortisationsformel?

Die statische Formel teilt die Netto-Anfangsinvestition durch einen als konstant angenommenen jährlichen Netto-Überschuss.

Einfache Amortisationszeit = Netto-Anfangsinvestition ÷ jährlicher Netto-Überschuss
Netto-Anfangsinvestition = vollständige Projektinvestition − sicher zugesagte Zuschüsse

Diese Rechnung ist verständlich und eignet sich für einen ersten Variantenvergleich, wenn die Jahreswerte ähnlich bleiben. Sie bildet jedoch weder den Zeitpunkt einzelner Reparaturen noch Preisänderungen, Ertragsänderung, Kreditverlauf oder den Zeitwert des Geldes ab.

Die Formel kann zudem ein falsches Ergebnis liefern, wenn der verwendete Jahresüberschuss noch vor laufenden Kosten angegeben wird. Im Nenner steht nicht der Umsatz aus Eigenverbrauch und Einspeisung, sondern der Überschuss nach allen im betrachteten Jahr angesetzten Auszahlungen.

Wann braucht man Cashflow und Kapitalwert?

Eine jährliche Cashflowrechnung ist sinnvoll, sobald Zahlungen schwanken. Der Kapitalwert ergänzt sie, wenn Zahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder alternative Kapitalverwendungen verglichen werden sollen.

Kumulierter Cashflow

Jedes Jahr erhält eine eigene Zeile mit Direktverbrauchswert, Einspeiseerlös und Auszahlungen. Der kumulierte Cashflow zeigt den tatsächlichen rechnerischen Nulldurchgang. Große Ersatzinvestitionen können den Verlauf zwischenzeitlich wieder verschlechtern und dürfen nicht auf einen glatten Jahresdurchschnitt reduziert werden, wenn ihr Zeitpunkt bekannt oder als Szenario festgelegt ist.

Kapitalwert

Der Kapitalwert diskontiert spätere Zahlungen auf den heutigen Zeitpunkt. Ein positiver Kapitalwert bedeutet unter den gewählten Annahmen, dass die abgezinsten Rückflüsse die Investition übersteigen. Das Ergebnis hängt jedoch direkt vom Diskontsatz und vom Betrachtungszeitraum ab; beide müssen begründet und sichtbar sein.

Kapitalwert = − Anfangsinvestition + Summe aus Netto-Cashflow Jahr t ÷ (1 + Diskontsatz)^t
Dynamischer Break-even = erstes Jahr, in dem der kumulierte abgezinste Cashflow mindestens 0 Euro erreicht

Eine dynamische Rechnung ist nicht automatisch genauer. Sie ist nur dann besser, wenn die zusätzlichen Eingaben nachvollziehbar sind. Ein frei gewählter Diskontsatz, eine optimistische Preissteigerung und ein sehr langer Betrachtungszeitraum können ebenso Scheingenauigkeit erzeugen wie eine zu einfache Division.

RECHENMETHODEN

Schnelle Näherung oder vollständige Zahlungsreihe?

Die Methode richtet sich danach, ob die relevanten Zahlungen als konstant gelten können oder zeitlich variieren.

STATISCH

Einfache Amortisation

Teilt die anfängliche Nettoinvestition durch einen als konstant angenommenen jährlichen Überschuss.

ZEITABHÄNGIG

Cashflow & Kapitalwert

Ordnet Ein- und Auszahlungen dem jeweiligen Jahr zu und kann spätere Zahlungen abzinsen.

Ergebnis

Konstante Annahmen

Die einfache Formel eignet sich als erste Orientierung.

Ergebnis

Ersatz & Finanzierung

Unregelmäßige Zahlungen benötigen Jahrescashflows.

Ergebnis

Investitionsvergleich

Kapitalwert und sichtbarer Diskontsatz ergänzen den Break-even.

Eine kurze Amortisationszeit ist nicht automatisch die höchste Rendite.

Welche Annahmen verändern die Amortisationszeit über die Jahre?

Die größten Hebel sind nicht nur Kaufpreis und Ertrag, sondern auch zeitlicher Eigenverbrauch, Strompreisannahme, Folgekosten und die Behandlung späterer Jahre.

← Tabelle seitlich wischen →

AnnahmeKonservative PrüfungTypische Verzerrung
PV-Ertragstandortbezogener Mittelwert und schwächeres Szenariojedes Jahr entspricht exakt der Prognose
Eigenverbrauchzeitliches Lastprofil und geplante VerbraucherJahresverbrauch wird vollständig als PV-Nutzung behandelt
Netzstrompreisheutigen Arbeitspreis zeigen und Steigerung variierenhohe Steigerung wird als sicher vorausgesetzt
FolgekostenBetrieb, Reparatur und Ersatz nach Szenarionach Inbetriebnahme fallen keine Ausgaben mehr an
AnlagenalterungErtragsänderung mit Quelle oder Bandbreitekonstanter Ertrag über beliebig lange Laufzeit
Restwert und EndeWeiterbetrieb, Ersatz oder Rückbau offen ausweisenlange Erlöse ohne Kosten und technische Grenze

Eine Annahme wird nicht dadurch belastbar, dass sie mit vielen Nachkommastellen eingegeben wird.

Der HTW-PV-Wegweiser unterscheidet eine vereinfachte Abschätzung von einer detaillierten Simulation der jährlichen Energie- und Geldflüsse. Diese Trennung ist sinnvoll: Für eine frühe Orientierung genügen wenige begründete Größen, für eine Auftrags- oder Finanzierungsentscheidung sollten die kritischen Zahlungsjahre sichtbar sein.

Wie wird eine Finanzierung korrekt berücksichtigt?

Finanzierung verändert den persönlichen Zahlungsstrom, aber nicht den technischen Ertrag der Anlage. Projektwirtschaftlichkeit und Liquidität sollten deshalb getrennt gezeigt werden.

In der Liquiditätsansicht stehen Kreditauszahlung, Eigenkapitaleinsatz, Zins, Tilgung, Rate und Laufzeit. Sie beantwortet, ob die jährlichen Projektüberschüsse die Kreditrate decken und welche zusätzliche Zahlung aus dem Haushalt erforderlich bleibt.

In einer projektbezogenen Investitionsrechnung werden zunächst die Energie- und Betriebscashflows unabhängig von der konkreten Finanzierung bewertet. Anschließend kann die Eigenkapitalperspektive ergänzt werden. Wer Tilgung zugleich als Projektkosten und als Rückzahlung des aufgenommenen Kapitals behandelt, zählt denselben Geldfluss doppelt.

  • effektiver Jahreszins und alle Kreditgebühren
  • Auszahlungsbetrag und Eigenkapitalanteil
  • Tilgungsplan statt nur einer Monatsrate
  • mögliche Sondertilgung oder Zinsbindung
  • Restschuld am Ende des Betrachtungszeitraums

Ein Kredit kann die Investition zeitlich ermöglichen, verkürzt aber nicht automatisch die Projektamortisation. Ob die Eigenkapitalrendite steigt oder das Risiko zunimmt, hängt von Zins, Laufzeit, Zahlungsüberschüssen und Restschuld ab.

Warum werden PV-Anlage und Speicher getrennt amortisiert?

Die Batterie verändert nicht den erzeugten Solarstrom, sondern dessen zeitliche Nutzung. Deshalb wird sie als zusätzliche Investition gegen ihren zusätzlichen Nutzen gerechnet.

Zusatznutzen Speicher = zusätzlich vermiedener Netzbezug − entgangene Einspeisevergütung
Speicher-Cashflow = Zusatznutzen − Speicherbetrieb und Ersatz − Mehrinvestition im Startjahr

Ohne Speicher würde ein Teil des Solarstroms direkt genutzt und der Rest eingespeist. Der Speicher verschiebt einen Teil der Einspeisung in spätere Verbrauchszeiten, verursacht dabei Verluste und kostet zusätzlich. Als Nutzen zählt daher nicht der gesamte aus dem Speicher entnommene Strom, sondern nur der zusätzliche vermiedene Netzbezug gegenüber der PV-Variante ohne Batterie, abzüglich des entgangenen Einspeiseerlöses.

Garantie, nutzbare Kapazität, Wirkungsgrad, Leistungsgrenzen und möglicher Ersatz gehören in die Speicherrechnung. Die ausführliche Bewertung bleibt im eigenen Speicher-Wirtschaftlichkeitsartikel; hier wird nur die korrekte Abgrenzung für die Gesamtamortisation festgelegt.

Welche Szenarien sollte eine belastbare Rechnung zeigen?

Mindestens ein konservatives, ein mittleres und ein günstiges Szenario zeigen, ob das Ergebnis von einer einzigen optimistischen Annahme abhängt.

← Tabelle seitlich wischen →

SzenarioKennzeichenZweck
Konservativniedrigerer Ertrag oder Direktverbrauch, vorsichtiger Strompreis, höhere FolgekostenTragfähigkeit unter ungünstigeren Annahmen prüfen
Mittelbevorzugte Planungswerte mit dokumentierter Quellewahrscheinliche Arbeitsgrundlage abbilden
Günstigbesserer Ertrag oder Nutzung, begründet niedrigere Kostenmöglichen oberen Ergebnisbereich zeigen

Nicht alle Variablen gleichzeitig maximal positiv oder negativ verändern; die Kombination muss fachlich plausibel bleiben.

Zusätzlich hilft eine Sensitivitätsansicht: jeweils nur Investition, Ertrag, Eigenverbrauch, Strompreis, Reparatur oder Finanzierung verändern und den Effekt auf Break-even und Kapitalwert zeigen. So wird erkennbar, welcher Wert das Ergebnis tatsächlich treibt.

Das geplante abgespeckte Rechentool soll deshalb nicht nur eine Jahreszahl ausgeben. Benötigt werden kumulierter Cashflow, statischer und optional dynamischer Break-even, Kapitalwert bei frei sichtbarem Diskontsatz, Gesamtsaldo sowie der Vergleich PV ohne und mit Speicher. Alle Ergebnisse erscheinen vor einer Lead-Abfrage.

Woran erkennt man eine geschönte Amortisationsrechnung?

Eine Rechnung ist verdächtig, wenn der frühe Break-even nur aus ausgelassenen Kosten, doppelt gezählter Energie oder unsichtbaren Zukunftsannahmen entsteht.

  • unvollständiger Kaufpreis ohne erkennbare Dach- oder Elektroarbeiten
  • gesamter Jahresverbrauch wird als direkt nutzbarer Solarstrom angesetzt
  • Grundpreis des Stromtarifs wird pro PV-kWh als Ersparnis mitgerechnet
  • Einspeisung und späterer Speicherverbrauch bewerten dieselbe kWh doppelt
  • hohe Strompreissteigerung ohne alternatives Szenario
  • keine laufenden Kosten, Reparaturen oder Ersatzinvestitionen
  • Speicher wird nur über mehr Eigenverbrauch, nicht über Mehrkosten und Verluste bewertet
  • Finanzierung zeigt nur die Rate, aber nicht Zins, Restschuld und Eigenkapital

Eine belastbare Berechnung ist reproduzierbar: Eingangswerte, Quellenstand, Formeln, Zahlungszeitpunkte und Szenarien sind sichtbar. Der aktuelle EEG-Fördersatz wird zum Inbetriebnahmezeitpunkt aus der Veröffentlichung der Bundesnetzagentur übernommen, statt als dauerhaft richtige Zahl im Rechner verborgen zu bleiben.

Annahmencheck vor dem Ergebnis

Diese vier Größen sollten unabhängig voneinander veränderbar sein, bevor eine Amortisationszeit als Entscheidungsgrundlage dient.

  1. Größe
    Investition
    Nachweis
    vollständiger Projektpreis und sichere Zuschüsse
    Sensitivität
    Mehrkosten separat erhöhen
  2. Größe
    Energie
    Nachweis
    Ertragsprognose und zeitlicher Direktverbrauch
    Sensitivität
    Ertrag und Eigenverbrauch getrennt senken
  3. Größe
    Preise
    Nachweis
    heutiger Arbeitspreis und aktueller EEG-Satz
    Sensitivität
    Steigerung und Vergütungsweg variieren
  4. Größe
    Folgekosten
    Nachweis
    Betrieb, Reparatur, Ersatz und Finanzierung
    Sensitivität
    Zeitpunkt und Höhe einzeln verändern

Das Ergebnis ist nur so belastbar wie die schwächste wesentliche Eingabe.

PV-Schnellcheck

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Ihre grobe Orientierung

Statische Amortisation

ca. 7,7 Jahre

Rechnerischer Kapitalrückfluss bei gleichbleibenden Preisen und ohne Finanzierung, Reparaturen oder Ersatzinvestitionen.

Haftungshinweis: nur eine unverbindliche Simulation

Dieser Rechner dient ausschließlich der unverbindlichen Orientierung. Er soll Ihnen ermöglichen, mit typischen Größenordnungen zu experimentieren und die wirtschaftlichen Zusammenhänge einer PV-Anlage besser zu verstehen. Die Ergebnisse beruhen auf einem vereinfachten Rechenmodell, standardisierten Durchschnittswerten und Ihren Eingaben – nicht auf einer individuellen Planung oder Messung Ihres Standorts.

Die angezeigten Werte sind keine verbindliche Berechnungsgrundlage, kein Angebot, kein Versprechen und keine Ertrags-, Einsparungs-, Autarkie- oder Wirtschaftlichkeitsgarantie. Allein aus den angezeigten Rechenergebnissen lassen sich keine Ansprüche gegenüber SüdEnergie ableiten. Reale Erträge und finanzielle Ergebnisse können insbesondere durch Jahres- und Tageszeit, Wetter, Temperatur, geografische Lage, Dachausrichtung und -neigung, Verschattung, Anlagenkomponenten, Systemverluste, Alterung, Verbrauchsprofil, Strompreise, Einspeisevergütung, Finanzierung, Wartung und Ausfälle deutlich abweichen.

Maßgeblich sind ausschließlich die individuelle Fachplanung und die Angaben in einem schriftlichen Angebot beziehungsweise Vertrag von SüdEnergie.

Wert im ersten Jahr
2.347 €
Ertrag pro Jahr
9.500 kWh

Solarstrom-Aufteilung

6.650 kWh selbst genutzt

2.850 kWh eingespeist

Eigenverbrauch2.128 €

Einspeisung219 €

So rechnet dieser Schnellcheck

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Stand 06.08.2026. Standort, Ausrichtung, Verschattung, Verbrauchsprofil, Wetter, Anlagenbetrieb, Preisentwicklung, Finanzierung, Wartung und Reparaturen können das tatsächliche Ergebnis deutlich verändern.

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HÄUFIGE FRAGEN

Zusatzfragen zur PV-Amortisation

Transparenz

Quellen & Aktualität

  • PV-Wegweiser

    Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin · Stand/Veröffentlichung: Version 1.0, April 2021 · Abgerufen: 6. August 2026

  • EEG-Förderung und Fördersätze

    Bundesnetzagentur · Stand/Veröffentlichung: Fördersätze für Inbetriebnahme 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 · Abgerufen: 6. August 2026

  • Solarrechner

    Verbraucherzentrale · Stand/Veröffentlichung: Abrufstand 6. August 2026 · Abgerufen: 6. August 2026

  • PVGIS 5 user manual

    Joint Research Centre der Europäischen Kommission · Stand/Veröffentlichung: PVGIS 5.3, Abrufstand 6. August 2026 · Abgerufen: 6. August 2026

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